Die Saale-Unstrud-Weinregion ist das nördlichste Weinanbaugebiet der Welt. Gelegen im Windschatten der deutschen Mittelgebirge im kontinentalem Klima. Man nennt das Gebiet deshalb auch die "Toscana des Nordens".

Eingebettet in romantische Täler erstreckt sich die Region, umgeben von alten Burgen, Kirchen, Schlössern und Villen. Von Mai bis September bitten die Winzer und Burgleute ihre Gäste zu Weinfesten und mittelalterlichen Ritterspielen. Ob zu den Mittelaltertagen auf der Eckartsburg oder dem Schloß Neuenburg, den Weinfesten in Bad Sulza, Freyburg und Bad Kösen oder beim Eierbetteln in Leisling - immer wird der Besucher einen bleibenden Eindruck von der Einzigartigkeit der Region und ihrer Menschen gewinnen können.

Unter Weinliebhabern ist die Region längst ein Geheimtipp. Seit Jahren produzieren die Winzer mit Liebe und Leidenschaft hochwertige trockene Weine, die gerade dadurch bestechen, daß sie so gut sind - und so selten. Unbedingt empfehlenswert ist ein Ausflug zur Rotkäppchen-Sektkellerei nach Freyburg. Im dortigen Domkeller befindet sich das Cuvéefaß aus dem Jahr 1896.

Der Großteil der historischen Bauten der Saale-Unstrut-Region - beispielweise die Rudelsburg, Burg Saaleck und Schloß Neuenburg - ist bereits im 10./11. Jahrhundert entstanden und gewährt einen kleinen Einblick in das Leben dieser Zeit.


Gut ausgeschilderte Wander- und Radwege lassen die Touristen teilhaben an der Schönheit und Geschichtsträchtigkeit der Weinregion Saale-Unstrut.


Nacherlebbar werden dann die Worte des Kunsthistorikers Franz Kugler, der 1826 jene Zeilen schrieb, die bald zum Volkslied wurden: "An der Saale hellem Strande stehen Burgen stolz und kühn. Ihre Dächer sind zerfallen, und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen drüber hin..."

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