Gradierwerk auf dem Rechenberg in Bad Kösen.
Das in den Jahren 1779/80 errichtete Gradierhaus hat eine Länge von 320 m und eine Höhe von 20 m. Mit dem Kunstgestänge, dem Borlachschacht und dem Mühlenwerk auf der Radinsel ist die Gesamtanlage ein technisches Denkmal von europäischem Rang.

Romanisches Haus in Bad Kösen.
Das langgestreckte Gebäude mit den eingestellten Rundbogenfenstern zählt zu den ältesten Profanbauten Deutschlands. Sein Bau wurde von Naumburger Bischöfen veranlasst. Sie hatten hier einen ihrer Wirtschaftshöfe errichtet, der als „grangia cusne“ 1138 erstmals erwähnt wird. Mit der Gründung des Klosters Pforte kam es in dessen Besitz und danach an die Landesschule Pforta. Das 31m lange Gebäude ist nur an der Nordseite unterkellert und zeigt über dem alten Eingang an der Nordseite ein romanisches Kreuz in einem Kreis, das Zeichen des Bischofs von Naumburg.

Seit 1955 ist in dem Haus das Museum der Stadt Bad Kösen mit Ausstellungen zur Geschichte der Stadt, der Saaleflößerei und des Weinbaues untergebracht. Die Entdeckung der Kösener Solequelle und der Bau des Salzwerkes ist untrennbar mit dem Namen von Johann Gottfried Borlach verbunden , dem „ Vater der sächsischen Salinen “, den August der Starke mit dem Ausbau und der Erschließung von Salzquellen beauftragt hatte.

1730 gelang es Borlach, geeignete Solequellen zu finden, um hier eine Saline zu gründen, die später aus drei Siedehäusern (Salzkoten) bestand. Saline waren Salzwerke, in denen durch das Sieden von Sole Salz gewonnen wurde. In dem Gebäude des heutigen Borlachschachtes arbeiten 16 Kolbenpumpen auf 8 Bühnen, die mittels einer Kraftübertragungsanlage die Sole aus der Tiefe förderten. Schwingenstuhl und Doppelgestänge sind Teile der alten Soleförderungsanlage.

Mit Hilfe der Wasserkraft wurde das aus Doppelschwingen bestehende Kunstgestänge in Bewegung gesetzt. Auf diese Weise konnte eine Kraftübertragung über größere Entfernungen ermöglicht werden. Die Kunstgestänge enden im Borlachschacht. Die hölzernen Schwingenstühle wurden im 19. Jahrhundert durch massive Mauerblöcke ersetzt. Das Kösener Kunstgestänge, das eine Gesamtlänge von 318 m hat wird heute als ein technisches Denkmal von europäischem Rang bewertet.

Das 320 m lange Gradierwerk auf dem Rechenberg wurde in den Jahren 1779/80 erbaut. Die auf das Gradierwerk gehobene Sole lief über sogenannte Tröpfelrinnen auf die Dornenwände. Dabei verdunstete ein Teil des Wassers, wodurch die Sole konzentrierter und siedewürdiger wurde.

Borlach hatte für Kösen ursprünglich vier Gradierwerge vorgesehen, ausgeführt wurden jedoch nur zwei. 1805 bestand das Kösener Salzwerk aus einer Wehranlage, zwei Radhäusern, zwei Solschächten mit einem Wildwasserschacht, den Kraftübertragungsanlagen, zwei Gradierwerken, dem Siedesalzreservoir und Siedehäusern.

Im Jahre 1910 wurde im heutigen Kurpark die sogenannte Hufeland-Quelle und ein Jahr später an gleicher Stelle in 682 m Tiefe die Beyschlag-Quelle mit fast gesättigter Sole entdeckt. Gegenüber dieser Quellen entstand noch in dem Jahr das Kurmittelhaus. Die neoklassizistische Architektur des Gebäudes wird durch die vorgelagerte Säulenkolonnade akzentuiert. Darüber steigt ein Dreieckgiebel mit einem Halbrundfenster auf. Der Bau des Kurmittelhauses wurde nach Plänen des Baumeisters Schmidt im Dezember 1910 begonnen und nach knapp einjähriger Bauzeit im Oktober 1911 beendet. Die Kosten beliefen sich auf rund 35000 Mark.
Herzog-Georg-Halle südöstlich vom Kurmittelhaus.
Die Trinkhallen sind der Stadt Bad Kösen von der Thüringisch-Sächsischen AG für Kalksteinverwertung gestiftet worden.

Für die Bauplanung zeichnete der Architekt Pommer verantwortlich, unter dessen Leitung die Trinkhalle 1910 fertiggestellt wurden. Bei der Einweihung erhielt das Bauwerk den Namen des Meininger Landsherrn Georg. Blick auf die Rudelsburg bei Bad Kösen. Die malerisch auf einem Felsen etwa 75 m hoch über der Saale gelegene Burg wird 1172 erstmals erwähnt. Wer sie erbauen ließ ist unbekannt. Ihre ursprüngliche Zweckbestimmung war die Sicherung des Saaletales und der hier verlaufenden Handelswege. Ein umfassender Ausbau der Burg setzte nach 1238 ein, als die Markgrafen von Meißen die Burg als Stiftslehen erhielten. 1348 und im Siebenjährigen Krieg (1756-63) wurde sie belagert und zerstört. Der 30jährige Krieg brachte die völlige Verwüstung der Rudelburg. Seit dieser Zeit stand die Burg als Ruine. Erst Ende des 19. Jahrhundert wurde mit ihrer Instandsetzung begonnen und die Burg für den Tourismus hergerichtet.

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